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vdw-Jahresauftakt: - 11. 01. 2019

Prominente Gäste, interessante Themen, politische Botschaften

Hannover. Die Wohnungswirtschaft in Niedersachsen und Bremen ist wie eh und je mit viel Schwung, interessanten Themen und einer politischen Botschaft ins neue Jahr gestartet. Mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau und eine zügige Verabschiedung der neuen Wohnraumförderrichtlinien forderte Verbandsratsvorsitzender Andreas Otto, der den erkrankten Verbandsdirektor Heiner Pott vertrat, vom Land Niedersachsen. Bauminister Olaf Lies betonte beim Neujahrsempfang in seinem Grußwort, dass die Landesregierung dem Wohnungsbau einen großen Stellenwert einräume. Nach einem Kassensturz werde man sehen, welche öffentlichen Mittel man für die Wohnraumförderung zur Verfügung stellen könne.

Wie es beim vdw Tradition hat, startete der auftakt19 mit einem aktuellen wohnungswirtschaftlichen Themenschwerpunkt. Diesmal ging es unter der Überschrift „Wir müssen reden..." um Beteiligungsprozesse rund um Bau- und Planungsvorhaben. Die Referenten nutzten die Gelegenheit, auch über den Tellerrand des Wohnungsbaus hinausgucken. Die Hamburger Kommunikationsexpertin Dr. Cathrin Christoph und der HAZ-Redakteur Jan Sedelies eröffneten den Reigen der Referenten. Prof. Dr. Klaus Selle gab eine pointierte Antwort auf die Frage, ob Stadtentwicklung eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Unternehmensbeispiele aus Göttingen, Oldenburg und Brauschweig, der Einblick in die Forschungsarbeit des Bundes und eine Diskussionsrunde mit GdW-Referentin Cordula Fay, Quartiersforscher Bernhard Faller und dem Freie Scholle-Beteiligungsmanager Thomas Möller rundeten das Vormittagsprogramm ab.

Den Schlusspunkt des Tages setzte Festredner Gerhard Matzig. Der Architekturjournalist der Süddeutschen Zeitung kam in seinem unterhaltsamen Vortrag „Dabeisein ist alles?" auf verschiedene Spielarten und Auswüchse von Beteiligungsverfahren zu sprechen.

 

Sicherheitspartnerschaft im Städtebau - 07. 01. 2019

Ministerin zeichnet vdw-Mitglieder mit Qualitätssiegel aus

Die Niedersächsische Justizministerin Barbara Havlica (Bildmitte) hat bei der Jahrestagung der Sicherheitspartnerschaft im Städtebau gleich fünf vdw-Mitgliedsunternehmen mit dem Qualitätssiegel sicheres Wohnen ausgezeichnet. Die Ministerin lobte in ihrer Ansprache den großen Einsatz der Wohnungswirtschaft für mehr Sicherheit rund um Haus und Wohnung. Gekürt wurden die kwg Hildesheim, die GSG Oldenburg, das Heimatwerk Hannover, des Stundentenwerk Hannover und der Wunstorfer Bauverein.

(Foto: Heiko Stumpe)

Wolfsburg: - 19. 12. 2018

Neuland forciert Abriss von Großprojekten

Abriss und Neubau – das ist in vielen Bereichen des vdw das Gebot der Stunde. Zwei spektakuläre Abrissprojekte gab es zuletzt in Wolfsburg. Sogar Bauminister Olaf Lies hatte sich vor Ort ein Bild von den Arbeiten gemacht. Wie sieht es aktuell auf den Baustellen aus?
„Will das noch jemand oder kann das weg?" Für zwei stadtbildprägende Wohnkomplexe in Wolfsburg hat sich jetzt der Daumen gesenkt. Völlig alternativlos, möchte man sagen, denn die Probleme an den Kettenhochhäusern in Westhagen und beim Stufenhochhaus in Detmerode sind immer offenkundiger geworden. Und wenn auch die Lokalpresse mit leicht verklärtem Blick von „zwei Wahrzeichen" spricht, steht doch unterm Strich: Die Bauten aus den 1960er und 1970er Jahren entsprachen längst nicht mehr den Vorstellungen zeitgemäßen Wohnens. Nicht nur ästhetisch, sondern zumindest im Fall des
von 1965 bis 1967 nach den Plänen von Paul Baumgarten errichteten Stufenhochhauses (172 Wohneinheiten), auch gesundheitlich. Die Asbestentsorgung ist eine der großen Herausforderungen, mit denen sich die Neuland Wohnungsgesellschaft herumplagen muss. Mittlerweile sind die Abrissarbeiten kräftig vorangekommen, das Stufenhochhaus ist bereits völlig verschwunden. Bereits im Frühjahr will die Neuland nach Auskunft von Geschäftsführer Hans-Dieter Brand auf dem Grundstück mit dem Bau von vier neuen Wohnhäusern mit vier bis elf Stockwerken beginnen. Insgesamt werden dort 218 neue Wohnungen entstehen.
Bis die letzte der insgesamt 200 Wohnungen in den 1973 erbauten Kettenhochhäusern in Westhagen dem Abrissbagger zum Opfer gefallen ist, wird es noch einige Monate dauern. Es ist eine mitunter zähe Angelegenheit, denn der gewaltige Gebäudekomplex wird praktisch Wand für Wand auseinandergebaut.

Fotos: Hans-Dieter Brand, Wolfsburg

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