Prominente Gäste, interessante Themen, politische Botschaften

Hannover. Die Wohnungswirtschaft in Niedersachsen und Bremen ist wie eh und je mit viel Schwung, interessanten Themen und einer politischen Botschaft ins neue Jahr gestartet. Mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau und eine zügige Verabschiedung der neuen Wohnraumförderrichtlinien forderte Verbandsratsvorsitzender Andreas Otto, der den erkrankten Verbandsdirektor Heiner Pott vertrat, vom Land Niedersachsen. Bauminister Olaf Lies betonte beim Neujahrsempfang in seinem Grußwort, dass die Landesregierung dem Wohnungsbau einen großen Stellenwert einräume. Nach einem Kassensturz werde man sehen, welche öffentlichen Mittel man für die Wohnraumförderung zur Verfügung stellen könne.

Wie es beim vdw Tradition hat, startete der auftakt19 mit einem aktuellen wohnungswirtschaftlichen Themenschwerpunkt. Diesmal ging es unter der Überschrift „Wir müssen reden..." um Beteiligungsprozesse rund um Bau- und Planungsvorhaben. Die Referenten nutzten die Gelegenheit, auch über den Tellerrand des Wohnungsbaus hinausgucken. Die Hamburger Kommunikationsexpertin Dr. Cathrin Christoph und der HAZ-Redakteur Jan Sedelies eröffneten den Reigen der Referenten. Prof. Dr. Klaus Selle gab eine pointierte Antwort auf die Frage, ob Stadtentwicklung eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Unternehmensbeispiele aus Göttingen, Oldenburg und Brauschweig, der Einblick in die Forschungsarbeit des Bundes und eine Diskussionsrunde mit GdW-Referentin Cordula Fay, Quartiersforscher Bernhard Faller und dem Freie Scholle-Beteiligungsmanager Thomas Möller rundeten das Vormittagsprogramm ab.

Den Schlusspunkt des Tages setzte Festredner Gerhard Matzig. Der Architekturjournalist der Süddeutschen Zeitung kam in seinem unterhaltsamen Vortrag „Dabeisein ist alles?" auf verschiedene Spielarten und Auswüchse von Beteiligungsverfahren zu sprechen.