Mieterbund und vdw: Wir brauchen den Sicher-Wohnen-Fonds jetzt!

Hannover. Der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen (vdw) und der Mieterbund Niedersachsen-Bremen (DMB) schlagen vor, auf Bundesebene einen „Sicher-Wohnen-Fonds" einzurichten. Ziel ist es, die Mietwohnung als grundlegendes Gut der Daseinsvorsorge in der folgenschweren Corona-Krise zu sichern. „Wir setzen dabei auf die Unterstützung der Landesregierungen", sagten vdw-Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt und die DMB-Landesvorsitzende Susanne Lippmann.

Der „Sicher-Wohnen-Fonds" soll auf Antrag Mietzahlungen übernehmen und direkt an die Vermieter zahlen. Entsprechende Anträge von Mieterinnen und Mietern, die aufgrund der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, müssen rasch bearbeitet, die zinslosen Darlehen schnell gewährt werden. „Eine genaue Prüfung kann später erfolgen", sagen Dr. Schmitt und Lippmann. Beide Verbandsspitzen hoben zugleich den „sozialen Frieden" hervor, der zwischen Mietern und Vermietern in Niedersachsen und Bremen generell herrsche. „Wir sind zuversichtlich, dass wir die anstehenden Herausforderungen gemeinsam meistern werden."

vdw-Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt:

„Es ist richtig, dass das Kündigungsrecht wie geplant ausgesetzt wird, um Menschen in dieser schweren Zeit vor dem Verlust ihrer Wohnung zu bewahren. Die sozial orientierten vdw-Mitgliedsunternehmen haben von sich aus Kündigungen wegen coronabedingten Zahlungsausfällen ausgeschlossen und werden keinen Mieter vor die Tür setzen.

Allerdings haben wir die große Sorge, dass durch die geplante Stundung von Mietzahlungen den Unternehmen Liquidität entzogen wird und damit der Wirtschaftskreislauf unterbrochen wird. Um mögliche Folgen dieser Entwicklung abzufedern, brauchen wir jetzt einen „Sicher-Wohnen-Fonds", der die Miete auf Antrag übernimmt und direkt an die Vermieter zahlt. Dies könnte als zinsloses Darlehen erfolgen, das der/die Mieter/in dann in den Fonds zurückzahlt. Um den damit verbundenen Verwaltungsaufwand für die öffentliche Hand zu minimieren, ist die Wohnungswirtschaft bereit zu unterstützen. Eine solche Liquiditätshilfe für die Wohnungswirtschaft ist aus meiner Sicht konsequent, da die Bundesregierung das Schutzschild für alle Branchen zugesagt hat und dies innerhalb des von der EU-Kommission angenommenen Befristeten Rahmens darstellbar ist."

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung:
Carsten Ens, vdw Niedersachsen Bremen e.V. (Homeoffice)
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